Zwischen Literaturwissenschaft und Onlinejournalismus

Digitur auf der Frankfurter Buchmesse CC-BY-NC-SA 4.0 Sabrina Jaehn

Digitur auf der Frankfurter Buchmesse
CC-BY-NC-SA 4.0 Sabrina Jaehn

Auf der Frankfurter Buchmesse präsentieren sich nicht nur Verlage, Autoren, Agenturen und Alteingesessene, schließlich will auch der Nachwuchs seine Erfahrungen und neuen Ideen dem Publikum und potenziellen Arbeitgebern vorstellen.

Das „Forum Zukunft“ bietet literaturbetrieblichen Newcomern diese Möglichkeit. Neu auf der Messe vertreten ist die „Arena Digital“, die mit baustellenartigem Charme (Bauzäune, Bierbänke und Getränkekisten) erst einmal dem von schicken Verlagsständen verwöhnten Auge einen neuen Anreiz bietet. Denn eben eine solche Baustelle ist noch immer das Thema „Digitales Publizieren“, für Autoren ebenso wie für Wissenschaftler.

Digitur_Redaktion

Digitur Redaktion CC-BY-NC-SA 4.0 Kristina Petzold / Digitur

Vier Studentinnen des Masterstudiengangs „Literatur und Medienpraxis“ der Universität Duisburg-Essen präsentierten am Samstagnachmittag ihr studentisches Weblog „Digitur – Literatur in der digitalen Welt“.
Unterstützt wurden sie durch ihren Dozenten Dr. Thomas Ernst, der den 2-Fach-Masterstudiengang vorstellte und auch über die Praxisnähe der Studierenden sprach. Bereits 20 bis 30 Masterarbeiten seien so zum Thema „Digitales Publizieren“ entstanden.

 

Digitur CC-BY-NC-SA 4.0 Lisa-Marie George

Digitur
CC-BY-NC-SA 4.0 Lisa-Marie George

Unter der Fragestellung „Wie verändert sich wissenschaftliches Arbeiten in Bezug auf digitale Möglichkeiten?“ stellte Esther Kalb, eine der Gründungsredakteurinnen, das Blog vor, welches in diesen Tagen seinen einjährigen Launch feiert. Die Planung begann jedoch schon lange vorher, Anfang 2013, und seitdem organisiert sich die studentische Redaktion selbst.
Die mittlerweile zehn Redakteurinnen und ständigen Mitarbeiterinnen berichten unter den Rubriken „Im Netz“, „Auf dem Markt“, „In der Wissenschaft“ und „Im Interview“ von den neuesten Entwicklungen im Bereich Literatur und Digitalisierung. Audio-, Video- und geschriebene Beiträge ergänzen dabei einander. Besonders interessant sind die wöchentlichen digitalen „Fundstücke“, über die die Beiträgerinnen so stolpern.

Digitur CC-BY-NC-SA 4.0 Lisa-Marie George

Digitur
CC-BY-NC-SA 4.0 Lisa-Marie George

Und warum sollte man sich „Digitur“ nun anschauen? Ganz klar: Das Weblog bringt natürlich intermediale und interaktive Vorteile mit sich. Darüber werden nicht trocken wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert, sondern Entwicklungen hinterfragt, aktuelle Themen und Persönlichkeiten präsentiert (u.a. Zoë Beck, die Freitag den „Virenschleuderpreis“ erhielt) und dabei anderen Medien immer einen Schritt voraus. Ein Blog, gepaart mit viel Engagement macht‘s möglich!
Lisa-Marie George