Virenschleuderpreisverleihung #fbm14

Wenn von Digitalisierung, Buchmarkt und Innovation die Rede ist, ist Leander Wattig (Blogger und Projektmacher) nicht weit. Als einer der Begründer des Virenschleuderpreises moderiert er gemeinsam mit Dr. Kerstin Hoffmann (u.a. Herausgeberin des führenden PR-Blogs PR-Doktor) am Freitag, den 10.10.2014 die vierte Virenschleuderpreisverleihung im Lesezelt der Frankfurter Buchmesse.

Der Virenschleuderpreis wird in drei Kategorien vergeben. Für die ansteckendste Maßnahme/ Strategie, die ansteckendste Idee und die ansteckendste Persönlichkeit.

Das Besondere: die Nominierten dürfen nicht nur von Dritten vorgeschlagen werden, sie sollen sich auch selbst ins Spiel bringen. Leander Wattig betont: „Alle Nominierten sind Gewinner, weil der Virenschleuderpreis selbst wie eine Virenschleuder wirkt und die Sprache auf die bringt, die teilnehmen.“

Das Wort Virenschleuder allein ruft starke Emotionen und Assoziationen auf. Von Ansteckung, Ebola und Ungreifbarem spricht daher auch Christiane Frohmann. Doch die Virenschleuder ist im Falle des Preises positiv besetzt. Sie bildet ab was aktuell im Netz passiert. Wenn digitales Marketing gelingt, wirkt es ansteckend. „Wie das funktioniert“ so Wattig, „lernt man am besten an guten Beispielen. Und diese dürfen auch nachgeahmt werden.

An the oscar goes to…

Die Buchhandlung Lessing und Kompanie, die in der ersten Kategorie gewinnt, macht es mit ihrer Fotoaktion Lieblingsbücher von Kunden vor. Christoph Künne, Fotograf und DOCMA-MAGAZIN Herausgeber, freut sich, dass seine Idee bei seinen Branchenkollegen auf offene Ohren stößt und bereits kopiert wird. Die gemeinnützige Buchhandlung in Chemnitz hat durch ihre Aktion einen Umsatzwachstum von 20 % zu verzeichnen und lediglich 3500 Euro investiert.

In der Kategorie ansteckendste Idee gewinnt die Aktion #my Rembrandt. Die Pinakotheken im Kunstareal München nutzen gezielt das Netz, um mit ihren Besuchern über soziale Netzwerke wie facebook, twitter oder Instagramm in Kommunikation zu treten. Das Selbstbildnis Rembrandts aus dem Jahr 1629 hat sieben User als Reproduktion auf ihren Reisen begleitet. Von ihren Erlebnissen mit dem Bild erzählen sie wiederum viral.
In der dritten Kategorie ansteckendste Persönlichkeit gewinnt Zoe Beck, Autorin, Übersetzerin und Begründerin des E-Books-Verlags CulturBooks. Die Wahl fällt auf sie, weil sie eine Vermittlungsposition zwischen klassischem Buchmarkt und digitaler Welt innehat und weil sie – wie viele digital natives – nicht durch ein Berufsbild allein zu beschreiben wäre, weil sie vielmehr Neue begründet.

Wer mehr über die 77 Nominierten erfahren will, liest weiter auf dem Blog des Virenschleuderpreises: http://virenschleuderpreis.de/blog
Tanja Steinlechner

Facebooktwitter