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Selbstmotivation für Berufseinsteiger/innen

Simulation einer beruflichen Gesprächssituation

Simulation einer beruflichen Gesprächssituation

Am 12. April trafen sich im Giesinger Kulturbahnhof knapp 20 Junge Verlagsmenschen und Interessierte zu dem Workshop „Selbstmotivation und Gesprächsführung“ in Kooperation mit den Bücherfrauen München. Da die Referentin Beate M. Reisinger leider verhindert war, sprang kurzfristig Heidi Wahl, freiberufliche Journalistin, Trainerin und Coachin als Workshop-Leiterin ein.

Gleich zu Anfang war klar: Motivation braucht Ziele. Daher war die erste Aufgabe, sich mit einer Partnerin zusammen auszutauschen und eigene Ziele zu formulieren. Dabei kann es tatsächlich sehr hilfreich sein, sein eigenes Ziel als Symbol mit sich zu tragen, um immer wieder daran erinnert und motiviert zu werden. Mit dem Ziel auf diese Weise „vor Augen“, ist der Weg – und die Motivation – gleich viel klarer zu erkennen. Günstig ist es auch, große Ziele in Teilziele zu unterteilen, damit ein „Etappenerfolg“ sichtbar und spürbar ist und man sich selbst auch für das Erreichen eines Ziels belohnen kann.

v.l.n.r.: Stefanie Lemke (Bücherfrauen), Claudia Feldtenzer (Junge Verlagsmenschen), Heidi Wahl

v.l.n.r.: Stefanie Lemke (Bücherfrauen), Claudia Feldtenzer (Junge Verlagsmenschen), Heidi Wahl

Obwohl der Schwerpunkt natürlich auf beruflichen Zielen lag, war schnell zu erkennen, dass sich private und berufliche Ziele nur schwer voneinander trennen lassen. Um sich über seine eigenen Ziele noch klarer zu werden, sollten die Teilnehmer in der zweiten Aufgabe zehn Werte und Motive aus einem ganzen Fundus von Möglichkeiten (z.B. Gesundheit, Charisma, Sicherheit, Erfolg, Geld, Anerkennung oder Herausforderung) auswählen. Hier Prioritäten zu setzten war schon schwer genug, doch dann sollten die drei wichtigsten Motive bzw. Werte aus den zehn Ausgewählten nach ihrem Erfüllungsgrad bewertet werden. Keine leichte Aufgabe. Bewertet man beispielsweise seinen momentanen Erfolg mit 50% oder doch 60% und wie viel Erfolg möchte man im Verhältnis dazu in drei Monaten und in einem Jahr erreicht haben? Erhofft man sich in einem Jahr einen Erfolg von 80%, so sollte man daraus auch die Konsequenz ziehen und seine Ziele dementsprechend anpassen. Und natürlich die erhoffte Erfolgssteigerung als Motivationsantrieb nutzen.

Im letzten Teil des Workshops durften noch zwei Teilnehmerinnen Gesprächssituationen mit Vorgesetzten simulieren, und die Gruppe und Frau Wahl gaben Feedback zu Bereichen wie „Stimme und Sprache“, „Körperhaltung“ und „Inhalt“. Die Übung zeigte eindrücklich, dass es sich lohnt, vor wichtigen Gesprächen seine Argumente gut zu überlegen und in einem „Argumentenköfferchen“ mit ins Gespräch zu nehmen. Wichtig dabei: Sollte eine Forderung ablehnt werden, so ist es gut, noch ein weiteres Argument für die gleiche Forderung nachlegen zu können und nicht locker zu lassen.

Nach zweieinhalb intensiven Workshop-Stunden ging ein interessanter Abend zu Ende. Da Frau Reisinger nicht persönlich kommen konnte, wurde am Ende noch ein Gutschein für ein Einzelcoaching mit ihr verlost, über das sich die glückliche Gewinnerin sehr freute!

Herzlichen Dank an die Bücherfrauen München, die Jungen Verlagsmenschen und Frau Wahl für einen gelungenen Abend!

Anna Herb