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open mike – die Spielregeln

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© Kristina Petzold

Der Heimathafen heißt uns zu einem Wochenende voller Literatur willkommen. Zwanzig junge Autoren stellen ihre Texte vor: Lyrik und Prosa, die Reihenfolge wurde gelost. Bevor die Türen zum großen Saal aufgehen, ist Zeit, die Atmosphäre im Foyer einzufangen. Es ist wuselig, offensichtlich kennt man sich hier; selbst wir – als Neulinge im „Betrieb“ – erkennen das eine oder andere Gesicht aus Klagenfurt wieder.

Thomas Wohlfahrt, Gründervater des open mike, eröffnet das Lesewochenende und richtet sich in seiner Rede vor allem an die jungen Autoren: Sie könnten sich bereits jetzt als Gewinner sehen, schließlich seien ihre Texte aus knapp 700 Einsendungen von namhaften Lektoren „gewünschelrutet“ worden. Der open mike sei Probebühne und Türöffner zum Literaturbetrieb.

Spielregeln:

Die Autoren dürfen nicht über 35 sein und noch kein eigenständiges Werk veröffentlicht haben.

Sechs Lektoren von sechs Verlagen wählen im Vorfeld ihre zwei bis vier Favoriten aus allen eingegangenen Texten aus und begründen ihre Auswahl vor der jeweiligen Lesung.

Jede Lesung dauert maximal 15 Minuten.

Die Jury besteht aus drei Autoren, in diesem Jahr Jenny Erpenbeck, Ullrich Peltzer und Raphael Urweider. Sie entscheidet sich für drei Preisträger. Außerdem gibt es eine Publikumsjury, die im Auftrag der taz einen undotierten Preis vergibt.

Die Gewinner, in diesem Jahr Jens Eisel, Dimitrij Gawrisch und Maren Kames, gehen diese Woche auf Lesereise in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Katharina Graef