Nachwuchssprecher Tony Stubenrauch im Interview

Nachwuchssprecher Tony Stubenrauch (© Dominique Conrad)

Nachwuchssprecher Tony Stubenrauch
(© Dominique Conrad)

An den Buchtagen Berlin (21./22. Juni 2012) gibt es ein spezielles Programm für den Branchennachwuchs. Die An- und Abreise, sowie die Unterbringung in einem Hotel sind für die Teilnehmer kostenlos und werden komplett vom Börsenverein organisiert. Wir haben Tony Stubenrauch über das Nachwuchsparlament und seine Arbeit als Nachwuchssprecher interviewt. Die Bewerbungsfrist für das Nachwuchsparlament läuft noch bis am Mittwoch, 23. Mai 2012.

Du wurdest letztes Jahr als Nachfolger von Katharina Scholz zum Nachwuchssprecher gewählt, jetzt ist Halbzeit. Was macht ein Nachwuchssprecher?
Als Nachwuchssprecher vertrete ich einerseits die Interessen des Nachwuchses bei den „Erwachsenen“ der Buchbranche, allem voran beim Börsenverein, und weise auf die Belange, die Ideen und die Wichtigkeit der Jungen für die Zukunft des Buchmarkts hin. Aber ich versuche auch den Nachwuchs untereinander zu vernetzen und stehe als Ansprechpartner zur Verfügung. Denn einerseits sollte die Branche neugierig darauf sein, was wir als Nachwuchs zu sagen haben und uns zuhören. Andererseits müssen wir aber auch selbst aktiv werden, unsere Ideen vorbringen und die Zukunft mitgestalten wollen.

Um was geht es beim Nachwuchsprogramm?
Traditionell finden einmal im Jahr die Buchtage in Berlin statt. Hier trifft sich die ganze Branche und diskutiert über aktuelle Themen und legt Leitlinien für die Arbeit des Börsenvereins fest. Seit ein paar Jahren gibt es parallel dazu ein Nachwuchsprogramm mit einem Nachwuchsparlament.
Das Nachwuchsprogramm soll ein zentraler Treffpunkt der jungen Branche sein. 100 Azubis, Praktikanten, Volontäre, Studenten und Einsteiger können kostenlos daran teilnehmen. Das Programm steht – wie das der gesamten Buchtage – unter dem Motto Innovation. Unter diesem Themenschirm haben wir richtig viel zu bieten:

Eine renommierte Design-Forscherin wird einen Impulsvortrag über Innovationen halten. Danach haben Arbeitsgruppen des letzten Parlaments Round-Table-Gespräche zu ihren Themen organisiert und vorbereitet: Social Media, Generationenmanagement, E-Books und der Strukturwandel im Buchhandel stehen auf dem Plan. Anschließend wird es eine Podiumsdiskussion über die Buchbranche 2022 geben. Das Berlin-Brandenburgische Nachwuchsnetzwerk NaNe organisiert zum Abschluss für alle Nachwüchsler Exkursionen zu Berliner Buchhandlungen und Verlagen. Es wird zu Dussmann, Rogner & Bernhard, zum neugegründeten ocelot Store und zu Axel Springer gehen. Auch alle Exkursionen stehen dieses Jahr unter dem Motto „Innovation“. Zum Ausklang des Tages kann dann beim Mitgliederfest im Umspannwerk gefeiert werden. Am zweiten Tag folgen Workshops zu den AG-Themen und offiziell die Sitzung des Nachwuchsparlaments. Zum Abschluss kann man an der Hauptversammlung des Börsenvereins teilnehmen.

Insgesamt finde ich, dass wir ein wunderbar rundes und aufregendes Programm haben. Viele Anregungen des letzten Jahres konnten aufgenommen und umgesetzt werden, so ist das Nachwuchsprogramm zum Beispiel direkt in das Hauptprogramm der Buchtage integriert. Dass das funktioniert und für alle ein Gewinn ist, das gilt es dieses Jahr zu beweisen. Aber ich bin mir sicher: es wird uns gelingen.

Als Azubi arbeitest du im Aufbau Verlag in Berlin. Du studierst nebenbei in Seckbach Bachelor of Arts (B.A.) Verlags- und Medienmanagement. Bist du ein Workaholic?
Ein Workaholic bin ich sicher nicht – aber ich arbeite gern und gerne viel. Gerade dann, wenn ich merke, etwas erreichen zu können und mit meinen Ideen und meinem Einsatz Gehör zu finden. Bei Aufbau ist das möglich, das finde ich toll und so begeistere ich mich jeden Tag aufs Neue.

Wie sieht dein Studium aus?
Das Studium ist berufsbegleitend, ganz konkret heißt das: Präsenzphasen an den Standorten der Uni wechseln sich ab mit Selbstlernphasen zuhause. Für mich ist das ideal, denn so kann ich Studium und Beruf unter einen Hut bringen. Ich glaube die größte Besonderheit an diesem Studiengang ist die Praxisorientierung. Ich bekomme nicht nur die rein theoretischen Grundkenntnisse vermittelt um etwas auf meine Ausbildung „draufzusatteln“, sondern erlebe diese direkt in Anwendungsform. Die meisten Dozenten sind nicht nur in ihrer Lehrtätigkeit verankert, sondern sind Praktiker. So kann der Wissenstransfer von Theorie in den Arbeitsalltag gelingen – mit neuem oder tiefer gehendem Wissen und neuen Impulsen.

Als Nachwuchssprecher gibst du gerne Tipps weiter. Wie kann man dich kontaktieren?
Einfach eine E-Mail schreiben an tonystubenrauch@gmx.de.
Oder bei Facebook, Twitter & Co.

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