Das Wiener Kaffehaus auf der Leipziger Buchmesse vermittelt mit als Österreicher irgendwie das Gefühl nach Hause zu kommen. Zwar kann man an der Bar keinen Spritzer bestellen aber das Programm ist trotzdem hochkarätig. Ich war zufällig auf dem Stand als Julya Rabinowitsch aus ihrem neuen Roman „Krötenliebe“ gelesen hat.

Der historische Roman befasst sich mit der Geschichte und dem Zusammenspiel der historischen Persönlichkeiten Oskar Kokoschka, Paul Kammerer und vor allem von Alma Mahler. Dabei geht es Intrigen und um unerfüllte Liebschaften. Die Autorin nennt den Roman selbst „ein Sammelsurium der Unerfülltheit“.

Dabei geht es nicht nur um Biologie und Kunst, sondern auch um banales Zwischenmenschliches oder um die Erfindung der Sexpuppe. Die Autorin besticht durch Charisma und durch ihren ganz eigenen Wiener Schmäh. Je länger man ihr zuhört, desto mehr offenbart sich ihr wahnsinniges Wissen.

Ich habe das Buch „Krötenliebe“ zwar nicht gelesen, aber das Kapitel über Oskar Kokoschka war schon so spannend und skurril, dass ich das Buch lesen möchte. Am Freitagabend  liest Rabinowich um 19:30 im Kaffeehaus „Riquet“ in Leipzig. Wenn ihr also in Leipzig seid und euch der Roman interessiert, könnte das ein Event für euch sein.

Mario Moser