Pressekonferenz: Authors for Frankfurt Undercover
Mittwoch, den 14.11.2015 / 11 Uhr 30

Frankfurt Undercover bringt 39 internationale und etablierte Autor*innen in der Autorenlounge auf der Frankfurter Buchmesse zusammen, um unter Ausschluss der Öffentlichkeit einen Raum für gesellschaftsrelevante Diskussionen zu schaffen.

© Tanja Steinlechner

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In drei Tage gemeinsamer Arbeit wollen die zuvor ausgewählten Schriftsteller*innen es wagen, an die Grenzen des bisher Gedachten vorzudringen, um aus Autor*innensicht neue Blickwinkel auf folgende Fragen zu finden: Welche individuellen Mechanismen bringen Menschen dazu aus so vielen möglichen Wegen gerade den der Gewalt zu beschreiten? Wie können solche Entwicklungen verhindert oder wie können neue Handlungsoptionen und Pfade sichtbar und begehbar gemacht werden?

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© Tanja Steinlechner

Unter den Autor*innen sind auch die dänische Schriftstellerin Janne Teller, die Frankfurt Undercover initiiert hat und ihr Kollege Oskar Guardiola-Rivera. Für Letzteren ist mit der Initiative der Wunsch verbunden, einen Raum der Hoffnung wachsen zu lassen, denn Autor*innen hätten die Aufgabe frei und ungebändigt zu sprechen.
Sprache, so Teller, bestimme unsere Wirklichkeit und da alles, auch Gewalt, mit Worten begänne, seien die Schriftsteller*innen, an dieser Stelle besonders gefragt. Sie wären schließlich Expert*innen der Sprache und der menschlichen Psyche, die sich in Beziehungsgeflechten zeige und daher Auswirkungen auf unser aller Zusammenleben habe.

Am Freitag, den 16.10. sollen die Ergebnisse der Debatte erstmals in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Später wird es ein Komphlet geben, eine Synthese aus einem Kompendium, für das sich Janne Teller ausspricht, und einem Pamphlet, das der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Bosse, bevorzugt. Mit diesem Schriftstück will Frankfurt Undercover auch politisch etwas bewirken. Eine Berliner Veranstaltung mit Steinmeier sei bereits in Planung. Ein erster Schritt auf dem Weg, der der Initiative vorschwebt. Schließlich hat jeder der international etablierten Autor*innen die Möglichkeit ihre Ergebnisse den politisch Verantwortlichen ihres jeweiligen Landes vorzustellen, um mit bedachten, aber ungezähmten Worten Wirklichkeit neu zu denken und die Fackel weiter glühen zu lassen.

Tanja Steinlechner

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