Die Zukunft des Publishing

Welche Veränderungen erwartet die Publishing Industrie in den kommenden Jahren? Mit dieser Frage haben sich Ehrhardt Heinold und Jörn Fahsel 2016 in der Studie Publishing 4.0 – Chancen, Anforderungen, Konzepte. Studie 2016: Cross-, Hybrid-Media und Digital Content-Services beschäftigt. Am Stand von XPublisher gewährten sie am Messemittwoch einige Einblicke in ihre Ergebnisse.

Mit der Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz, Big Data und dem Internet of Things kann nicht nur der Herstellungsprozess von Inhalten optimiert werden, auch die Produkte selbst sind veränderbar. Um die Grundlage für eine Weiterentwicklung zu schaffen, müssen Vorgänge und Verfahren zunächst standardisiert und vereinheitlicht werden, denn derzeit hat jeder Verlag seine eigenen Abläufe und Methoden, wenn es etwa um Lektorat oder Druck geht. So wird nicht nur die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Publishern erschwert, auch Dienstleister müssen sich immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen. Durch Automatisierung können die Prozesse außerdem vereinfacht und beschleunigt werden.

Less, Customized, as needed

Die Produktion von Daten hat in den letzten Jahren immens zugenommen und wird auch zukünftig noch massiv ansteigen. Zu viele Informationen stehen zur Verfügung, die das menschliche Gehirn überfordern. Die Aufgabe von Verlagen wird künftig vor allem darin bestehen, zum einen Kundendaten zu analysieren, um Bedürfnisse zu erkennen und zum anderen Inhalte zu kuratieren, um sie zur richtigen Zeit einer bestimmten Person auszuspielen. So stellt er automatisiert ein Serviceangebot anhand von Daten zur Verfügung.

Die Zukunft des Publishing liegt somit in der Digitalisierung von Prozessen und Inhalten. Mithilfe intelligenter Inhaltsbausteine können Inhalte anhand entsprechender Daten individuell zusammengestellt werden. Im ersten Schritt gilt es also, eine Bestandsaufnahme der Daten zu machen, die dem eigenen Unternehmen bereits vorliegen, um diese anschließend gewinnbringend zu nutzen.

Bei der “Innovation Publishing”, einer Tagung, die sich mit dem Fortschritt der Verlagsbranche befasst, werden sich zahlreiche Experten zu diesem Thema austauschen.

Sarah Wiedenhöft