Das Simsalabim der Schweizer Literatur

Michael Fehr gewinnt den Kelag-Preis CC-BY-NC-SA 4.0 Ursula Renner-Henke

Michael Fehr gewinnt den Kelag-Preis CC-BY-NC-SA 4.0 Ursula Renner-Henke

Den Kelag-Preis der 38. Tage der deutschprachigen Literatur gewann Michael Fehr. Seine gesprochene Versprosa mit dem Titel „Simeliberg“ überzeugte die Jury. Die düstere Geschichte führt den Leser durch die Schweizerische Berglandschaft in die Tiefen der Wälder, in ein Loch. Dort spielt sich ein Sozialdrama ab. Das literarische Können von Michael Fehr zeigte sich anhand von Phonetik-Choreographie, Vokalspielen und Regionalismen. Juri Steiner, der Michael Fehr zum Wettbewerb eingeladen hatte, würdigte in seiner Laudatio den virtuosen Sprachgebrauch des Autoren. Der Titel ist an das wichtigste Schweizer Volkslied angelehnt. Trotz starker regionaler Färbung spricht die Erzählung Leser über die Grenzen der Schweiz hinweg an. Neben dem Kelag-Preis erhielt Michael Fehr den Federweltpreis der Automatischen Literaturkritik.

 

Von Halyna Pasychnik