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Coverdesign – wenn Wort und Bild kollidieren

© Nicola v. Bodman-Hensler

© Nicola v. Bodman-Hensler

Von der Idee bis zum Verkauf: Covergestaltung war am 22. März 2012 in München Thema eines Treffens der Jungen Verlagsmenschen mit der Werbeagentur Zero.

Ein langer Gang, zu beiden Seiten helle, minimalistisch eingerichtete Büros mit Blick über den Osten der Stadt – in der Agentur Zero wird Wert auf Ästhetik gelegt. Und die Bücher im Gang verraten: hier trifft Gestaltung auf Text. Der Weg vom Entwurf bis zum Cover – das war das Thema des Abends, zu dem 20 Junge Verlagmenschen in die Agentur Zero gekommen waren. Die Agenturchefs Wolfgang Staisch und Helmut Henkensiefken gaben gemeinsam mit ihren Chefgrafikerinnen Bettina Maier und Sarah Pilger Einblick in die Arbeit der Covergestalter.

© Nicola v. Bodman-Hensler

© Nicola v. Bodman-Hensler

Wenn sich Verlag und Agentur treffen, dann “knallen Worte und Bilder aufeinander”, sagte Henkensiefke. In einem Vortrag hoben die Agenturchefs hervor, dass die Gestaltung eines Buchcovers ein langer Prozess voller Wandlungen sei, bei dem letztlich Kommunikation an oberster Stelle stehe.

Die Veranstaltung ließ Raum für konkrete Fragen: Wie sehen Agenturen die Zusammenarbeit mit den Verlagen? Wie sind die Abläufe und wie fühlt es sich an, die eigenen Entwürfe zu präsentieren? Die Grafikerinnen Bettina Maier und Sarah Pilger griffen diese Themen in ihren Präsentationen auf und zeigten, wie sich ein Cover im Laufe einer Produktionsphase verändern kann – und muss, bevor das fertige Buch auf den Verkaufstisch kommt.

Zum Schluss war in einem Cover-Quiz Interaktion gefordert. Die Grafikerinnen stellten fünf Cover zur Wahl und fragten das Publikum, welcher Entwurf vom Verlag für einen demnächst erscheinenden Frauenroman gewählt worden war. Die Trefferquote war hoch: Die Mehrheit der Jungen Verlagsmenschen lag mit ihrer Antwort richtig. Ob das für die Berechenbarkeit des Marktes, für einheitliche Trends bei der Buchgestaltung oder für den besonders zielsicheren Geschmack der Anwesenden spricht, konnte anschließend bei Wein und Käse diskutiert werden.

Nicola v. Bodman-Hensler

www.zero-wa.de