Der Ingeborg-Bachmann-Preis wird seit 1977 jährlich von der Stadt Klagenfurt in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann verliehen. Er ist eine der wichtigsten literarischen Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur.

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Auf zum Wört(h)ersee

Einmal im Jahr wird Klagenfurt zum Mekka für Wortbegeisterte. Autoren, Kritiker, Journalisten, Presseleute, Lektoren, Verleger, Buchhändler – sie alle pilgern in die Stadt am Wörthersee, um das geschriebene Wort hochzuhalten und zu feiern. Denn beim Bachmannpreis kann noch ungezwungen und in angenehmer Atmosphäre über Literatur gesprochen, diskutiert, geschwärmt und vielleicht sogar an der Zukunft derselben etwas mitgeschraubt werden. Beim Bachmannpreis sollte jeder, der sich tagein, tagaus mit Literatur beschäftigt, einmal gewesen sein. Die ARGE Reizpartie und die Jungen Verlagsmenschen Wien machten es möglich und organisierten für aufstrebende, angehende und für all jene Buchhändler, Medienleute und Verlagsmitarbeiter, die sich mit Leidenschaft ihrem Job verschrieben haben, eine Fahrt zum Get-together des Literaturbetriebs. Denn „wo sonst kann man mit so vielen Menschen gemeinsam Literatur erleben?“ (Lucia Marjanović, Lektorin bei nzz.at) Weiterlesen

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Deutschsprachige Literatur mit französischem Feinschliff

„Als kleines Mädchen der fünfziger Jahre weißt du von deiner Minderwertigkeit und möchtest lieber ein Junge sein.“ Mit starken Worten beginnt Sylvie Schenks erfrischend sanfter Roman „SCHNELL, DEIN LEBEN“, aus dem sie beim Bachmannpreis las. Als in diesem Jahr älteste Teilnehmerin französischer Herkunft verzauberte sie mit einem gefühlvollen Text, der viele autobiografische Elemente enthält.
Trotz Du-Perspektive liegt eine Differenziertheit im Blick der Erzählerin, die nichts von einem urteilenden Zeigefinger durchschimmern lässt. Ihr Vortrag berührte durch seine Ruhe, sodass manch einer eine Träne beiseite blinzelte.  Weiterlesen

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Klotzige Männerfiguren bevorzugt

Julia Wolf ist Autorin von Romanen, Theaterstücken und Hörspielen. Die Jury der „Tage der deutschsprachigen Literatur“ – so heißt der Wettbewerb um den Bachmannpreis offiziell – macht sie in diesem Jahr zur 3sat-Preisträgerin.

Noch bevor am letzten Sonntag in Klagenfurt feststand, dass Julia Wolf für ihren Auszug aus dem Roman „Walter Nowak bleibt liegen“ ausgezeichnet werden würde, habe ich mit ihr über ihre Erfahrungen beim Bachmannpreis und ihren Schreibprozess gesprochen. Weiterlesen

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Ein Plädoyer für den Bewerb

Auf dem Rückweg von Klagenfurt nach Köln blicke ich noch einmal aus dem Flugzeug auf den türkisblauen Wörthersee: Wieder ein Jahr Bachmannpreis vorbei. Wieder war noch während des Wettbewerbs und in der Woche darauf viel Kritik in den Medien zu lesen: Die Jury sei schwach und verunsichert in ihrer Diskussion gewesen (Deutschlandradio Kultur), der Wettbewerb verlogener als Castingshows im Fernsehen (Spiegel) und Stefanie Sargnagel sei nur des Hypes wegen eingeladen worden.

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Deutsche Sprachen beim Bachmannpreis 2016

Wer sich beim Bachmannpreis bewirbt, muss seinen Text auf Deutsch einreichen. Wer es beim Bachmannpreis unter die 14 nominierten Autoren schafft, liest Deutsch. Der Bachmannpreis 2016 ist jedoch international wie nie, denn die Autoren kommen ursprünglich unter anderem aus Serbien, der Türkei, Israel und Großbritannien. Es sind aber nicht nur diese Autoren, die beweisen, dass Deutsch nicht gleich Deutsch ist, sondern auch ziemlich international sein kann. Weiterlesen

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Charmanter zweiter Nachmittag: Tomer Gardi beim 40. Bachmannpreis

Anknüpfend an die ersten 24 Stunden verlief auch der nächste Tag des 40. Bachmannpreises spannend. Nachdem Julia Wolf, Jan Snela und Isabelle Lehn schon einen vielversprechenden und heiß diskutierten Anfang hinlegten, lasen am Nachmittag Sylvie Schenk und Tomer Gardi. Vor allem letzterer hinterließ einen ganz besonderen Eindruck bei mir. Weiterlesen

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