The points are not the point; the point is poetry.

bachmannpreis15Mit diesem in der Poetryslamer-Szene wohl gängigen Satz kommentierte Nora Gommringer sichtlich gerührt ihren Sieg. Und so möchte ich meiner Favoritin und Gewinnerin des Bachmannpreises 2015 gratulieren.

  • Bachmannpreis für Nora Gomringer
  • Kelag-Preis für Valerie Fritsch
  • 3sat-Preis für Dana Grigorcea
  • BKS-Publikumspreis für Valerie Fritsch

Insgesamt bleibt der Eindruck, dass in diesem Jahr zu viele gute Texte nicht ausgezeichnet wurden, was aber nicht an der schlechten Wahl der Jury liegt, sondern dass in diesem Jahr eine Vielzahl von nachhaltig beeindruckenden Texten gelesen wurde. Von vielen der AutorInnen wird man sicher noch lesen dürfen!

Katharina Tummes

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Was ist nur los mit den Männern? – der dritte Tag der Lesungen

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Entspanntes Public Viewing im Lendhafen © Clarissa Niermann

Bei all den „Events“ rund um den Bachmannpreis vom Wettschwimmen bis zu den Veranstaltungen am Lendhafen kommt man nichts so recht ans Schreiben. Und so sei es mir verziehen, dass ich den letzten Tag der Lesungen noch im Nachgang skizziere, da nämlich – so viel sei verraten – auch eine der Siegerinnen gelesen hat und weitere Texte dabei waren, die es sicher auch verdient haben.

Gestern stellte sich die Jury reihum selbst die Frage, ob da mit dem männlichen Geschlecht irgendetwas nicht in Ordnung ist! Kastberger erkundigte sich, was mit den Weiterlesen

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„Ich bin froh, dass ich das hinter mir habe.“ – „So viele Leichen hier“ – „Natürlich. Die lieben Kadaver“ – der 2. Tag der Lesungen (Teil II)

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© Clarissa Niermann

Die Überschrift zu diesem Artikel ist keine subtile Anspielung auf die Lesungen und den Charakter dieser Veranstaltung, vielmehr handelt es sich um ein Zitat aus dem Text „Esche“ von Monique Schwitter. Auch wenn nicht allen Jurymitgliedern von Anfang an klar war, warum ihnen in diesem Text eigentlich alles gefällt, zeigte man sich doch weitestgehend einhellig begeistert. Es ist ein Text über Dreiecksbeziehung, lauter „Lebensformen, die Weiterlesen

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Die Männer kommen nicht gut weg – der zweite Tag der Lesungen (Teil I)

Nicht nur, dass die Frauen in der Überzahl sind, der Trend vom ersten Tag setzt sich fort – gerade die Texte der Männer wurden nicht gut besprochen. In den zweiten Tag startete Peter Truschner für uns mit seiner Kurzgeschichte „RTL-Reptil“, die Hubert Winkels im Bau an ein griechisches Drama erinnerte. Die Hauptfigur steuert dabei auf eine Tat zu, die u. a. aufgrund von Spielschulden unausweichlich scheint. Dabei gefiel Stefan Gmünden, der Truschner einlud, das Psychodrama zwischen den zwei Polen von Allmacht und Ohnmacht. Der Rest der Jury konnte sich Weiterlesen

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Ein fulminanter Auftakt – der erste Tag der Lesungen (Teil II)

image2Nach einer kurzen Pause ging es dann auch unvermittelt weiter. Paul Reger war der nächste in der Riege der Lesenden. Bei seinem Text „Brot, Brot, Brot“ ist das Scheitern verschiedener Figuren nebeneinander geschaltet. Von dem Innenleben eines arbeitslosen Alkoholikers erfährt man hier ebenso wie von dem einer ausgebrannten Ärztin. Während die einen die ganze Geschichte Weiterlesen

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Ein fulminanter Auftakt – der erste Tag der Lesungen (Teil I)

Katerina Poladjan  © Katharina Tummes

Katerina Poladjan
© Katharina Tummes

Schon gestern bei der Auslosung der Plätze hieß es bezugnehmend auf namhafte Feuilletons, das Feld der Autorinnen sei lange nicht so dicht gewesen. Und was so verheißungsvoll angekündigt wurde, äußerte sich schon am ersten Tag in der Lesung einer Reihe spannender Texte, die von der Jury weitestgehend gut, aber nie unkritisch besprochen wurde. Weiterlesen

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